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Großes Finale für Novak

Peter Henisch, der seit Jahren leichthändig und hintersinnig mit akribischem Blick für die Verästelung der Psyche seiner Figuren erzählt, erspart seinem Protagonistenpaar nichts. Doch „großes Finale für Novak“ ist auch eine Hommage an die Oper. Bearbeitet würde ein hervorragendes Libretto daraus.

Beate Tröger. Frankfurter allgemeine Zeitung.

Im Grunde will Peter Henisch die erstaunliche Geschichte eines Menschen erzählen, der sich unverhofft von „hoher Kunst“ tief in seinem Innersten angesprochen fühlt und seinem Leben eine neue Richtung geben möchte. Der „treue Ehekrüppel“ Novak merkt, dass seine Rückkehr in die alten Gewißheiten nicht mehr möglich ist …Wo es Peter Henisch gelingt, Wehmut und Komik derart zu mischen, erweist sich sein Roman als intelligente, anregende Lektüre.

Rainer Moritz, Die Presse.

Wieder einmal spielt … die Musik bei Henisch eine große Rolle. In „Morrisons Versteck“ war es die Rockmusik, in „Schwarzer Peter“ der Blues, in „Eine sehr kleine Frau“ die Klaviermusik, vor allem von Franz Schubert, und jetzt ist es die Oper. Und wieder einmal hat Henisch einen Außenseiter in den Mittelpunkt gestellt … Aber diesmal ist es einer, der erst zum Außenseiter wird, der den Roman zunächst als ein geradezu Überangepasster betrtitt. Die Kraft zum Ausbruch holt er sich aus einem Bereich, der einmal im Zentrum der sogenannten Hochkultur gestanden ist – der Oper. Heavy-Metal-Musik beruhigt ihn, aber die Oper wühlt ihn auf.

Cornelius Hell in der Einleitung zur Präsentation im Theater(café) an der Wien.

Nachdem man die gesellschaftlich „relevante“ Alternativ- und Populärkultur … zum unumschränkten Leitmedium ausgerufen hatte und damit der konsequenten Kommerzialisierung und ästhetischen Verflachung Vorschub leistete, begegnen wir nun im neuen Roman Großes Finale für Novak von Peter Henisch ausgerechnet der Oper als Trägerin einer neu entstehenden Gegenkultur.

Walter Grünzweig. Der Standard.

Henischs Opern-Krimi ist ironischer Anti-Bildungsroman, dramatisch-komisches Musiktheater und Räuberpistole in einem.

Michaela Schmitz. Deutschlandfunk.

Peter Henisch erweist sich wieder einmal als genauer Menschenbeobachter, der seine Romanfiguren, ihr Verhalten, ihre Sprache, ihr Verhängnis überzeugend aus ihren realen Lebensverhältnissen heraus kreiert. … Henisch beherrscht das Erzählen auch in handwerklicher Hinsicht meisterlich. Spannungsbögen, pointierte episodische Sequenzen und punktgenau gesetzte Wendepunkte machen das Lesen dieses Eheromans zu einem spannenden Vergnügen.

Christian Schacherreiter. Oberösterreichische Nachrichten.

Wie immer zeichnet Henisch seine Figuren mit psychologischer Genauigkeit. Unter dem Deckmantel des Alltäglichen macht er vexierbildhaft Vorurteile, Eifersucht und Zorn evident, die wie selbstverständlich ins Leben wachsen.

Maria Renhardt. Die Furche.

Großes Finale für Novak ist ein glänzend erzähltes Buch mit einem hochsympathischen Helden – und am Ende so dramatisch wie ein Opernfinale.

Sebastian Fasthuber. Now!

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