Zum Inhalt springen

Die schwangere Madonna

Das Bezwingende an diesem Roman ist die Leichtigkeit raffinierter Prosa. Mit souveräner Eleganz verknüpft der Erzähler die Handlungsstränge, jedes Motiv greift ins andere – so perfekt und leise wie Zahnrädchen in einem Uhrwerk von Meisterhand. Intelligente, genaue Beobachtungen verstehen sich bei Peter Henisch von selbst, sie sind sozusagen gratis. Wir haben ihm allerdings für noch mehr zu danken: für das Geschenk höheren Humors.

Ulrich Weinzierl, Die Welt.

Josef gerät an die hübsche Gymnasiastin so unschuldig wie die Jungfrau zum Kind … Während er zwischen der Rolle des väterlichen Beschützers und der des Voyeurs und Möchtegern-Verführers hin und her schwankt, merkt er nicht, dass Maria an keiner der beiden Attitüden Bedarf hat … eine durchgängig spannende Geschichte.

Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse.

Peter Henisch hat schon nach zwei, drei Seiten den Leser in den Bann seines neuen Romans gezogen … Die Diskrepanz zwischen dem Delirium des Ich-Erzählers und der Qualität dieses Textes ist die schönste Fiktion dieser Geschichte, die immer wieder sehnsüchtig macht nach Italien, nach Bildern Piero della Francescas und nach dem nächsten Kapitel.

Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten.

Erzähltechnisch ist der Roman ein großartiger schriftlicher Monolog, eine knapp dreihundertfünfzigseitige Unschulds- bzw. Schulderklärung … Die grimmige Komik des Buchs resultiert auch aus dem interkulturellen Dialog, der immer wieder auf mögliche Kommunikationsschwierigkeiten verweist, die allerdings leichter lösbar scheinen als die zwischen den Generationen. Dadurch, aber auch durch die in den Text integrierten italienischen Sätze und das köstliche italienische Figuren- und Sachinventar, wird „Die schwangere Madonna“ auch zu einem interessanten Beispiel neuer deutschsprachiger Italienliteratur.

Walter Grünzweig, Der Standard.

Der Wiener Autor legt ein wunderbar leichtes, ironisches, komisches, tragisches, melancholisches Roadmovie vor.

Helmut Schümann, Der Tagespiegel.

Trotz seiner zahlreichen literarischen Anspielungen und Anleihen liegt hier ein aktuelles, ja sogar „engagiertes“ Buch über unsere gegenwärtige, krisengeschüttelte Befindlichkeit vor – weil hinreißend geschrieben, verführerisch sogar.

Volker Kaukoreit, Volltext.

Henischs neuer Roman ist ein sehr modernes Roadmovie, dessen rasante Handlung … fasziniert. Dazu ist Peter Henischs Erzählen detailversessen, ohne sich je in diesen Details zu verlieren: Die Topografie ist ebenso genau recherchiert wie auch die SMS-Sprache von Schülern authentisch ist. In der langen Reihe literarischer Italien-Bilder und Reminiszenzen hat „Die schwangere Madonna“ ihren eigenen unverwechselbaren Platz – gerade weil sie damit ihr genau kalkuliertes Spiel treibt.

Cornelius Hell, Ex Libris, ORF / Öl.

Wenn Männer sich in ihrer Lebensmitte in ein Mädchen verlieben, ist das meist ein Fluchtversuch, der zwischen Anbetung und Eifersucht changiert und klassischerweise mit dem Tod einer der Parteien endet. Peter Henisch hat mit seinem Roman „Die schwangere Madonna“, der in der Langliste noch für den Deutschen Buchpreis nominiert war, eine ironische, mit trockenem Humor gewürzte Neuauflage des traditionellen Motivs geliefert.

Ulrike Meitzner, Berliner Zeitung.

Peter Henisch hat mit seinem ebenso wunderlichen wie zauberhaften Roman „Die schwangere Madonna“, der gleich nach Erscheinen für den Deutschen Buchpreis nominiert worden ist, ein literarisches Roadmovie vorgelegt – tragisch, komisch, gallig und voller Querverweise auf die Mythologie und Figuren der Weltliteratur …

Nordwest Zeitung, Oldenburg.

„Die schwangere Madonna“ ist ein spannend und kurzweilig erzähltes Buch.

Edith Wildmann, Wiener Zeitung.

Von der Polizei, der italienischen noch dazu, über die Logik der eigenen Handlungen auch nur während der letzten 24 Stunden befragt zu werden ist eine peinliche Sache. Alles ist unglaubwürdig und verdächtig, was man getan hat. Eine Aneinanderreihung von Lügen und Ausflüchten. Denn so, lieber Herr, kann es doch gar nicht zugegangen sein, erzählen sie keinen Roman. Was sonst sollte der österreichische Schriftsteller Peter Henisch aus der verdächtigen Geschichte machen als einen hervorragenden, heiteren Roman? … Der vielfach ausgezeichnete Autor Peter Henisch … entrollt entlang der nach Italien führenden Zufallsroute ein treffliches Bild unserer Zeit.

Wirtschafts Blatt.

Gesamten Text lesen ...
zurück zuRezensionen-Auszüge